Archive for the 'Werbung' Category

Die ultimatve, globale Marke

Auf der Suche nach der ultimativen, globalen Marke streben Unternehmen nach dem kleinen Alltagszeichen, das uns auf Schritt und Tritt an sie erinnern soll. Ob es ein einzelner Buchstabe, eine Farbe, drei Streifen, eine chemische Verbindung, ein Wort der Alltagssprache, eine Sichel, ein angefressener Apfel oder eine Pfote ist.

Vieles ist heute in der Hand von sogenannten global Playern, die sich das Privileg einen Gemeinplatz auf dem Schlachtfeld der Marken ihr eigen nennen zu dürfen, Millionen kosten lassen. Und so mancher Unternehmer stellt fest, dass er sein eigenes Logo, das er teilweise deutlich länger hält als der Markenritter, der ihn mit der Abmahnung zum Duell vor Gericht zitiert, so er den nicht den Handschuh wirft und die Abmahnung klaglos hinnimmt ... so mancher Unternehmer stellt fest, dass er sein Logo nicht mehr auf Werbeartikel drucken darf, wie z.B. die TAZ mit ihrer Tazze.

Die TAZ hat um das Recht bis vor das Oberlandesgericht gekämpft und verloren.(No logo! )

Nicht, dass die TAZ den Outdoor-Markt abräumen wollte. Es ging um ein paar Werbeartikel, mit dem der gemeine Mensch ein wenig TAZ-Werbung unter die Leute bringen sollte. Das hat nichts mit Markenpiraterie zu tun. Hier beschneidet das Markenrecht in „wettbwerbswidriger“ Weise, den Unternehmern das Recht für ihr Produkt auf Werbeträgern ihrer Wahl Werbung zu machen.

Aber nicht nur Unternehmer werden in ihren Rechten in ungebührlicher und übereiffriger Weise an wirtschaftlichem Handeln behindert. Kleinkünsler sehen sich neuen Widerständen gegenüber. Überall lauert das Markenrecht dem ahnungslosen Hobbykünstler, der sein Werk via Internet auf den Markt werfen will, rücksichtslos auf und statt ein paar wenige Groschen zu verdienen, wirft er Abmahnanwählten die Brötchen auf Monate in deren Rachen. Da heißt es Mahlzeit für die Anwälte und den Gürtel enger schnallen für die Kunst- und Meinungsfreiheits-liebenden Kleinkünstler.

Das hat nichts mit Markenpiraterie zu tun und es ist überfällig, dass das Rechtssystem dem Rechnung trägt. Es geht nicht an, dass das Markenrecht so weit in unser gutes Recht eingreift und das Recht des dickeren Geldbeutels und absurde Monopole schlimmer, als je die Zollschranken es schafften, die Wirtschaft behindert.

Wann wird das Problem endlich in den Köpfen ankommen und das Markenrecht so novelliert, dass wir wieder Leben und Leben lassen in einer bunten Vielfalt der Produkte von großen und kleinen Anbietern haben.

Bis auf weiteres heißt das Spiel: La Marque - c'est moi! und wir zahlen unsere Tribute den Vasallen der Markensonnenkönige, wenn wir unversehens in ihren Markenpfründen wildern.

(Le Marke korrigiert.)

Visual & haptic aid

Werbung ReichleDer Fotograf Herr Reichle fordert mich heute auf, soch mal ins Netz zu gehen und liefert hierfür eine visuelle und haptische Unterstützung, damit ich das auch ganz bestimmt nicht vergesse.

Stellt sich nun die Frage wer hier wem ins Netz gegangen ist. Habe ich nun einen Hai gefangen oder bin ich in des Netz des ... geraten. Bei einer so witzigen Idee soll mir egal, ob ich ihm oder er mir ins Netz ging. Wobei ich es schade finde, dass das Theme sich am Ende doch wieder verliert, denn Reichle, denn einmal von dem Bannerbild auf der Site wird das Theme nicht weiter fortgesetzt, nicht in der Url, nicht der Unternehmensbezeichnung des Fotografen und auch nicht in den Bildern. Auch nicht in einer Teilrubrik. Keine Unterwasserbilder oder Hafenmotive nirgens. Wobei natürlich der Neckar in Stuttgart hier auch nicht wirklich viel bietet. ;-)

Ansonsten sind die Bilder nicht schlecht, wie es hier im schwäbischen heißt und wer Zeit hat, mag doch einfach Mal vorbeischauen: Reichle-fotografie.de

Foto der Karte: Silke Schümann

Zwei Jahre Knast für vorgetäuschte Preisreduzierung

Der Händler in Ketten für MondscheinpreiseIch würde ja sagen, das ist ein Kavaliersdelikt und der Verbraucher glaubt den Händlern ohnehin schon kaum noch etwas, was sich zum Problem auswächst. Auch das fehlende Bewusstsein, dass Leistung Geld kostet ... Aber Geiz ist Geil ist nicht das Thema sonder Mondscheinpreise und die Preisschaukel, die alltäglichen Tricks mit denen die Händler den Rabattjägern den Bauch pinseln. Der arme unmündige Verbraucher, so hat der Gesetzgeber beschlossen, muss vor solch ungebührlichem Verhalten (§16UWG) mit drakonischen Strafen für Händler geschützt werden. Ich wünschte es gäbe eine Volksgesetzgebende Einrichtung, mit der man Politikern derlei Strafen androhen kann, wenn sie solchen Quatsch verabschieden. Nicht dass ich glaube, dass es viele Richter geben wird, die das Höchstmaß je verhängen, doch aufgehängt ist das Schwert des Damokles nun über den Händlern und unsere Herren und Damen Abmahnanwälte lachen sich eins ins Fäustchen. Man merkt unter den Politikern sind viel zu viele Juristen. Vielleicht sollte man dagegen etwas unternehmen und erst mal nur noch Nicht-Juristen wählen.

Zum Thema andernorts: "Mondpreiswerbung erfüllt Strafbestand"

Für Verbraucher und Händler gleichermaßen gibt es das Bild auch auf Shirt, Mousepad, Sonnenschutz und Kaffeetasse.

Offtopic: Die Abbildungen bei Shirtinator bei Bitmaps für den Digitaldruck sehen erbärmlich aus. Weiß ist im Digitaldruck transparent. Leider stellt die Software die so nicht dar. Die Tasse sieht eher aus wie in der Spreadshirt Abbildung: Kaffeetasse bei Spreadshirt nur hat Shirtinator die hübschere und da beide Tassen Computergeneriert sind, das heißt die Grafik wurde noch nicht gedruckt, die Tasse nicht fotografiert, sind kleine Abweichungen nicht auszuschließen.

Web 2.0 war schon Web 1.0 … war schon vor Urzeiten

Manchmal fehlt das Bewusstsein für das, was eine Datenbank ist. Und ganz bestimmt fehlt es in Bezug auf Foren. Wie bereits im letzen Beitrag geschrieben, bin ich Mitglied in femity. Doch es spielt für diesen Beitrag keine Rolle ob es femity ist oder Xing. Die meisten Foren besitzen sogenannte Buddylisten und wenn dem Forum ein Chatraum begefügt ist, machen diese Listen absolut Sinn, denn dann kann man sehen, ob der Buddy aktuell online ist und diesen auf einen Plausch spontan in den Chatroom einladen. Andere Foren lösen solche Aufgaben auch ohne Buddyliste über Icons in den Beiträgen, was sicherlich deutlich — datschutztechnisch und datenschutzrechtlich betrachtet — besser ist. Read the rest of this entry »

Entwicklungsgeschichte Form und Farbe — zwei Parallelen

Kunstgeschichte — die Entwicklung von Linie, Licht, Form und Farbe

Mit der Technik und den Selbstverständnis ändert sich die Kunst von:

  1. Linie
  2. Linie und Licht
  3. Linie und Farbe
  4. Fläche und Licht
  5. Fläche und Farbe
  6. Fläche, Farbe und Licht

Quelle: LECTURES ON ART by JOHN RUSKIN (auf Gutenberg.org)

Und die Wiederholung der Geschichte:

Entwicklungsgeschichte in Form und Farbe der Werbung

Das Leben ist Re-Run pur. :D

Busball und Pferdestärke

Nur kurz — ich suchte was Anderes (der Beitrag folgt später):

with Compliments from John Nack

Groschen-Muli für die Werbeeinnahmen

Da macht mir Jens Grochteis auf F-LO-GE mit einem Kommentar zu Cocaine von Eric Clapton Lust das Lied mal wieder zu hören und ich wechsle hier nicht einmal in den Opera, wo der FF mit Flash und Videostreaming doch ein Problem hat ... und was finde ich auf dem MSN-Video-Portal? Das Video auf das Herr Grochteis verweist ist schon längst wieder gelöscht. Vermutlich hatte der Uploader keine Verwertungsrechte und Copyrights wurden verletzt. Stört MSN aber nicht. Die verdienen auch mit nicht vorhandenen Inhalten noch ihre Werbegroschen, denn zum Hinweis, dass das Video nicht mehr online ist, bekam ich Otto- und Kino-Werbung präsentiert. So werden die User und die Kreativen als bequeme Mulis vor den M$-Karren gespannt.

HarrharrharrIch habe dann auf einer anderen Plattform mir ein Video von Eric Clapton und Cocaine gezogen, ich weiß nun nicht auf welche Aufführung sich Jens bezog, denn da habe ich nur Otto und Kinoverleiher dafür zahlen lassen, dass ich nicht bekam, wonach ich suchte. Womit ich in diesem Moment sehr negativ eingestellt war. Einmal psychologisch betrachtet, wenn ich mich bzgl. Gefühlsübertragung nicht irre, betrachte ich nicht nur M$N mit negativen Gefühlen, sondern habe noch etwas schlechte Laune für die Anbieter der beiden Werbeeinblendungen übrig. Tja, Pech gehabt, liebe Werbetreibende, ich hab nichts Gutes gedacht, als ich die Namen sah.

Ergänzende Werbung

Am rechten Fleck gewworben und Dir soll nicht mangeln

F*** steht das nun für F*** mit UCK oder ORD

Mein Produkt. Mein Firmenerfolg. Meine Marke.
Mein franchise.

Ford und VerlagskalenderDas ist im Kern die Aussage in der Entschuldigung seitens Ford. Fan-Clubs sind nicht selten Wirtschaftsunternehmen gerade so wie Verlage und Ford von Fords gnaden entscheidet, wer nun darf und wer nicht. Es bleibt also ein erhöhtes Risiko zukünftig Bildmaterial, Begriffe, Zeichen oder was auch immer zu verwenden, wenn dahinter ein Konzern steht, der auf Gewinnmaximierung fixiert ist und dabei über Leichen geht.

Mein, Mein, Mein!

Mann-oh-Mann, wird das hier langsam stressig, wenn man sich im Wirtschaftsraum bewegt. Nun darf man nicht mal mehr ingestört Autokalender verkaufen (scheinbar auch dann nicht, wenn man den Starfotografen dafür selbst anheuert ...), denn schließlich sind all diese Autos Markenprodukte. Wobei mir einfällt, dass ich bei einem Template für Autohändler auch ein Auto abgebildet habe. Da ich kein Auto kenne, dass keine Marke ist, ... mei, mei, mei! Ehrlich es ist nicht weil es die oder jene Marke ist, es ist weil es den Zweck des Templates illustriert. BTW: Es ist nicht F*** mit ORD

Die Spinnen die Konzerne.

Detail siehe Blogging Tom

Bildquelle Ford Mustang: User Ford auf Flickr — "2008 Mustang Bullitt ** FIRST EVER PUBLIC RENDER" unter der Lizenz CC by 2.0 publiziert ... oh! — Öh *räusper* ... das schließt eine kommerzielle Nutzung ein, liebe Familie Ford.

Werbung an Rechtsanwälte …

Solange der Vorrat reicht ...

"Mutig, mutig!" war mein erster Gedanke und mein zweiter ... "und wieder hat es einen arme Sau erwischt." Verbraucherrechtlich und Wettbewerbsrechtlich halten viele Aktionen nicht stand und keinem fällt es auf. Wer aber verbraucherrechtlich und wettbewerbsrechtlich bedenkliche Werbung an 100er von Anwälten schickt, der fordert geradezu dazu auf sich Ärger einzuhandeln. *Kicher*