Archive for the 'tempalog-original' Category

Ok. Prost 2008

Prost Neujahr

Generationenwechsel und ein wenig Nostalgie

Kein einziges echtes Urgestein des Webloggens ist in den Top-Charts. Wobei viele Urgesteine noch immer bloggen, wie z.B. Schockwellenreiter April 2000, wirres seit Juli 2000, Ronsens Oktober 2000, Stefan Knecht Oktober 2000, oder Volker Weber, der soweit mir bekannt ist im Juli 2001 begann. Die meisten Urgesteine, die ich kannte als ich vor ca. 4 1/2 Jahren mit dem bloggen anfing, habe ich vergessen, manche habe ich auch nicht vergessen aber ihre Adresse wechselte häufiger. Anneke hat mehrfach Weblogs gelöscht, weil ihr Weblog zu populär wurde. Überhaupt spielte für die meisten damals Popluarität keine Rolle. Es war eine kleine Community und irgendwie noch selbstverständlich, dass man sich früher oder später mit dem einen oder anderen Beitrag begegnete. Zumindest für mich hatte es viel mit dem gemütlichen Schwätzchen auf'm Dorf zu tun. Lustige und interessante Beiträge und heiße Diskussionen waren viel aufregender als den ersten Platz in den Charts zu machen. Ich weiß nicht wann das anfing mit den Charts und wann diese, so wichtig wurden? Sei's drum. Ich blogge, weil es mir Spass macht. Punkt. Welchen Zielen andere Blogger nachjagen, ist mir dabei egal. Ich wünsche viel Spaß bei der Wettbewerbs- und Erfolgs-Analyse.
via basicthinking

Mein erster Eintrag in einer "echten" Bogsoftware (ich hatte zwei, drei Monate zuvor mit plain HTML bereits das bloggen angefangen) geht zurück auf den 21. Juni 2002:

:: Im Trend :: Soho in Stuttgart

Im Trend

Bloggen ist IN und so will auch ich mich versuchen. Noch fehlt mir hier die Erfahrung und ich erwarte lustige und tragische Fehler.

Eines wird in jedem Fall geschehen. Ich werde dyslektische Eskapaden fabrizieren, weil ich immer irgendwelche Wörter vergesse oder Kommas nicht setze und und und ... Wer das nicht erträgt, möge weiterziehen. Diskussionen darüber sind fruchtlos und werden kaum an meiner Konzentration auf die Rechtschreibung etwas ändern.

Soho in Stuttgart

In Stuttgart hat ein Laden für Stoffe, ausgefallene Kleider Hüte und Wohnaccessoires aufgemacht. Wieder so ein Laden ... gibt es nicht schon genug davon? Die Großmarkteinkäufer gibt es wirklich mehr als genug, aber hier finden Künstler in Stoff und andere Materialien ein Zuhause ... Ich fühlte mich an das alte Schwabing in München und Soho in London erinnert, wo es ebenfalls Läden auserhalb des Alltäglichen gibt. Allein die Wandverkleidung lohnt einen Blick. Dort wurden Offset Druckplatten bearbeitet und an die Wand getackert.

:: Galerie König in der Alexanderstr 42 ... das ist die U6 Olgaeck in Stuttgart oder vom Schloßplatz den Hang rauf Richtung Stuttgart-Vaihingen rechter Hand gegenüber von dem Auktionshaus.

Erster Eintrag im Templalog
Einmal vom Schild und von der schlafenden Katze abgesehen, sah das Weblog damals fast genauso aus. Dyslexische Eskapaden beschreibt den Rechtschreibnotstand in diesem Weblog immer noch recht treffend. Es ist oder wie heißt es doch: Sie war stets bemüht ... *hömmmm!*

Bloggen auf die gefährlich Art

Ich sollte manche Dinge nicht schreiben ... nicht als Unternehmerin unter meinem Namen ... aber dann denke ich wieder, das Leben kann nicht nur Akquise und Vollschleimen sein. Man sollte sich auch über Dinge mokieren dürfen.

Ich habe aber dann doch ein wenig die Schärfe herausgenommen. Vorher hat es mir besser gefallen. Nicht weil ich mich daran erfreu jemanden ans Bein zu pinkeln, sondern weil ich finde, es gibt viel zu viele Glaubenssätze die mit "Man tut das nicht." und "Das macht man so!" und ich es erfrischend finde, wenn die Selbstvermarktung aus dem Rahmen fällt.

Sprachmythen

Einen wahrlich erhellenden Text über Sprachmythen entdeckt.

Sicherlich ist nicht alles so und doch genau so. Gerade in Bezug auf den Mythos "Sprache schafft Wirklichkeit" ist es einfach nicht eindeutig. Ich teile die Ansicht, dass es schnurz ist, ob ich einen Vertriebsmitarbeiter "Vertriebler", "Einkaufshelfer", "Verkäufer" oder weil er mich gerade mit einem Produkt nervte, das ich ganz und gar nicht haben will "Volltrottel", so bleibt ein Vertriebsmitarbeiter ein Mensch, der mit einem Produkt oder einem Bündel Produkten Menschen anspricht um sie dazu zu bewegen gegen einen möglichst hohen Obulus ihm genau diese Ware abzunehmen.

Mein Bild des Vertrieblers wird geprägt von den Menschen, die diesen Beruf ausüben und mir begegnen.

Dass der Begriff Vertriebler durch aus einen leicht verächtlichen Touch hat, liegt daran, dass mir mehr Nervensägen begegnen als gute Verkäufer.

Via Schockwellenreiter auf dessen Seiten ich aktuell verzweifelt einen Text suche über das Verhalten in Communities mit Punktesystem. Communities und Punktesystem als Suchbegriff bringen nicht weiter. Wer sich daran erinnert, bitte melden. Die Monate durchkramen macht schon spass und es fördert einige Links zutage wie die Sprachmythen, die mir in der Hektik der Tage entgangen waren. Aber ...

Rechschreibung ist eine Kleinigkeit

Richtig schreiben ist für viele — mich eingeschlossen — eine echte Herausforderung. Fehlende Rechtschreibung ist besonders peinlich, weil die Befähigung in der 6. Klasse aller Regelschultypen von Hauptschule bis Gymnasium abgeschlossen ist. Man kennt zu diesem Zeitpunkt alle Grammatikregeln und weiß um die Bedeutung des Dudens.

Soweit ich meine Schwäche beobachte, scheint es so, dass ich mein inneres Auge nicht abstellen kann. Das heißt, ich sehe Texte korrekt so wie ich sie erdachte. Erst Stunden oder Tage später ist das innere Bild so verblasst, dass ich beginne den Text so zu lesen, wie er von mir verfasst wurde ... mit allen Unzulänglichkeiten und Fehlern, die entstehen, wenn man schnell tippt und in Gedanken während des Schreibens neu formuliert.

Selten erdenke ich fremde Texte, das heißt ich erkenne die Fehler bei anderen schnell. Im Wissen um meine eigene Schwäche, gehe ich gnädig damit um.

In femity.net entbrannte nun eine Diskussion, ob die Fähigkeit einen Text fehlerlos verfassen zu können einen unabdingbare Fähigkeit ist. Autoren mit Dyslexie sind nach Meinung zweier professionellen Texter keine Autoren.

Mich erschreckt, dass die Sprache auf die korrekte Aneinanderreihung beliebiger Worte reduziert wurde.

Es stand nie zur Debatte, dass ein publizierter Text nicht vorab auf grammatikalische und lexikalische Fehler hin geprüft und korrigiert wird.

Es war die Absolutheit und noch schlimmer die Verurteilung, die in den Aussagen steckten:

1. Von einer, die nicht einmal die deutsche Rechtschreibung beherrscht, würde ich keinen Rat annehmen.

2. Rechtschreibfehler in Publikation ist einen Respektlosigkeit des Autors dem Leser gegenüber.

Aussage eins verwechselt Inhalt mit Form.
Aussage zwei schiebt einer Person eine negative Haltung unter.

Ich liebe das Schreiben. Ich bin ungeduldig, was die Publikation anbelangt. Mein Output ist so groß, dass ich schon einen persönlichen Sekretär bräuchte, der 7 Tage 24 Stunden zu meiner Verfügung stehen müsste, dabei immer konzentriert und ein Meister auf der Tastatur sein sollte. Oder ich gäbe ein Vermögen für Korrektoren aus.

Soll ich mich also tatsächlich von dieser Forderung ins Boxhorn jagen lassen? Soll ich mich davon beeindrucken lassen?

Ich denke nicht daran. Drehen wir den Spieß um.

Was ist mit einem Menschen, deren Leben ohne Rechtschreibung nur im Verborgenen stattfinden kann. Will ich mir wirklich all die brillianten Ideen und Gedanken vorenthalten lassen? Soll die Form wirklich über den Inhalten stehen dürfen?

NIE IM LEBEN! wenigstens nicht in meinem.

Da wäre noch die Sache mit dem Respekt. Schön wenn man sich stets und zu jeder Publikation einen Korrektor leisten kann. Diese Menschen haben entweder nicht diese Schwäche oder sind sehr reich, d.h. haben viel Geld auf dem Konto oder geduldige Freunde, die auch kurzfristig zur Korrekturlesung abrufbar sind.

Mein Fazit aus der Diskussion ist immer noch:

Manche Publkikationen erfordern eine gründliche Korrekturlesung und ihre Fehlerlosigkeit ist eine Selbstverständlichkeit, die angestrebt wird. Gewöhnlich findet sich hierfür ein Weg. Das soziale oder pekuniäre Kapital können die meisten aufbringen.

Andere Publikationen sind kurzlebig flüchtig ... externe Korrekturleser sind ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. Hier darf man jeden Fehler mit einem Lächeln zur Kenntnis nehmen und darüber hinwegsehen.

Rechtschreibung ist immer zweitrangig zu sehen. An erster Stelle steht die Erkennbarkeit des Wesentlichen. Keiner sollte sich durch die fehlerhafte Form den Blick versperren lassen.

Rechtschreibung ist eine Kleinigkeit.

Feuer …

Nein... es gibt keine Bilder. Aber nur wenige Häuser von hier entfernt brennt es. Schwarze Wolken quillen empor und JA ... ich hatte den Impuls mit Digikamera mich an den Ort des Spektakels zu begeben.

Was aber ist der Nutzen und was die Konsequenz?

Mein Log hat ein paar aufregende Fotos und ich habe eine Teilöffentlichkeit belustigt.

Ich stehe mit ein paar anderen Gaffern echten Helfern im Weg und sehe im Grunde doch nichts genaues.

Also nur ein Kurzbericht:

ES BRENNT!

Die Kommentare geben die Würze ... Read the rest of this entry »

Verbal, Emotional … kreuz und quer …

Das Problem ist nicht [...]ein bisschen mehr Demokratie [...] der ganzen Welt [...]. Das Problem ist der Krieg als Mittel. Einen Krieg zu beginnen ist einfacher, als den Frieden zu gewinnen.

Quelle: Zeit: Die Mär vom Öl

... die Achse des Bösen ...

die alten Europäer die sich nicht die Zähne putzen ... die Welt beginnt sich zu zerfen ... auf allen Ebenen ... Sprache formt denken. Denken schafft Dogmen. Dogmen verleiten zu Taten. Taten schaffen Fakten ... reißen Wunden die lange nicht verheilen ... Jahrzehnte ... Jahrhunderte nicht, wenn wir nicht aufpassen.

Axis of Weasels - the German side

Wir brauchen ein Menge Humor scheint mir. Wir wär's mit einem guten Friedensbier von der Achse der Weasels :harr:? (Link nicht mehr aktiv. Ersatzlink: Achse des Weasels)
via de-scriptiv

Noch ein Buch, das …

die Welt schön schreibt und am Ende ist man wieder der Mops, der nur um ein paar Mark ärmer ist aber nicht klüger oder ...

Ich bekam das Buch "Nimm Dir einfach mehr vom Leben" von Helmut Lautner von meiner Mutter 1999 zum Geburtstag geschenkt.

Ein Yuppiefuzzi mit gelben Hemd und bunten Ringelpulli roten Schuhen springt auf dem blauen Cover ... naja!

Ja, danke Mama und ab in das Bücherregal. Was man eben so tut mit Büchern, die man sich selbst nie gekauft hätte.

2001 schenkte ich das Buch -- mittlerweile ungelesen zwei Mal umgezogen -- weiter an jemanden, der sich sehr gerne mit diesen Positivdenken-Geschichten auseinander setzt. Etwas in mir sagte noch, lies es aber noch, nur für den Fall, dass sich Muttern daran erinnert ... und so bat ich mir aus, es wenn es ausgelesen sei, mir noch einmal zu leihen.

Ich bin auf Seite 57 von 292 und so wie es aussieht, werde ich es mit Freude zu Ende lesen.

Kapitel 2 handelt von Emotionen und geht der Frage nach "Wozu sind Emotionen gut?"

Vorallem dieser Abschnitt gefällt mir:

Blechschaden

Ein Ereignis - Fünf Reaktionen:

  1. "Verdammt! Sie Rindvieh! Sie Grasdackel haben Ihren Führerschein wohl im Lotto gewonnen!"
  2. "Warum ich? Warum immer ich? Womit habe ich das nur wieder verdient? Das Schicksal meint es nie gut mit mir!"
  3. "Schwein gehabt. Nur Blechschaden. Es hätte schlimmer kommen können. Ich bin doch immer wieder ein Glückpilz."
  4. "Ich Obertrottel! Ich lerne nie mehr Autofahren. So blöd kann auch nur ich sein."
  5. "Oh gottohgottohgottohgott. Was sag ich bloß meinem Partner. Was passiert nur jetzt? Wie konnte das passieren? Was mache ich denn nun? Was mache ich denn nun?"

Die Welt ist weder gut noch schlecht. Erst unser Denken macht Sie dazu!

(William Shakespeare)

Wie wir über ein Ereignis denken, bestimmt unsere Gefühle. Je gelassener wir an eine Sache herangehen, desto strukturierter werden wir die Situation analysieren und desto gezielter die nächstliegenden und notwendigen Dinge tun und mit dem tun uns besser fühlen.

Eine einfache Binsenweisheit, derer man sich viel öfter erinnern sollte.

In der Ruhe liegt die Kraft.

Die Henne und das Ei

oder die Frage braucht ein guter Vertriebler eine Imagebroschüre ...

In einer dreier Konstellation ist ein Vertriebler zunächst einmal wenn er gut ist, ohne weiteres Equipement unterwegs. Einen Flyer aus der Schablone erhält man schon für 200 bis 300 Euro inklusive Druck in 1000er-Auflage.

Eine Text aus der Retorte hier ein Satz ... da ein Satz gegriffen ... rumgeplappert von gutem Service ... etc. ... Das genügt, oder ... wozu brauch ich eine Image - und Maketingspezialistin im Team ...

Im 1:1-Kontakt braucht der gute Vertriebler nur sich und ein Produkt, das seine Berechtigung am Markt hat. Selbst bei einem schlechten Preis-/Leistungsverhältnis kommt es oft nur auf den Vertriebler an.

Das bischen Text, die Grafik findet sich und Logo ist ja schon vorhanden .. pah ... zappzapp alles in allem ... aber holla wie? Keine 1000 Euro ... von wegen hier und überhaupt. Zu teuer ... keine Qualität ... rums.

Ja! Schon als er die verwunderte Frage nach fehlenden Werbematerial und Broschüren mit einem ... "Koscht ja alles nur Extra! Seien 'se froh es nicht mitbezahlen zu müssen." verargumentierte, hörte ich wie er meine Dienstleistung negierte. Das existiert also nicht; ist eine Dienstleistung wie die einer Schreibkraft? Neeeee neeeeee mein Lieber!

Tja, warum aber dann sich mit einer Fläche belasten? Ist Image und zwar ein Image von Größe und Leistbarkeit nicht doch entscheidend? Gerade wenn ich wachsen will, ist ein anderer Träger für das Medium als eben nur ein Vertriebler nötig, denn dann

muss in einer einheitlichen Sprache gesprochen werden. Hier gilt es Vertriebsaufbau und Kommunikation auf mehr als einer Ebene als der "Mir schwätzet miteinander, dann wird das schon."

Ein teurer Weg und so manche Tür bleibt gleich von vorn herein zu. Nur wo ist die Erhebung, die das belegt? Klein- und Mittelstand machen keine Erhebungen und Bekanntheit ist kein Wert, den sie greifen können und der für sie erfahrbar wäre ...

... zumindest höre ich das in der Rede jenes Menschen. Ich kannte schon einmal so einen Vertriebler ... Autsch mein Bauch sagt mir !!!DER NICHT!!!

Hallo lesendes Volk ... wer kennt einen guten freien Vertriebmenschen, der an einem Gesamtsystem interessiert ist, das eine lebendige Philosophie hat und lebt. Der Vertriebler, der ein Gespür hat für die emotionale Ebene die via CI die Menschen zusammenführt und hält, weil sie sie trägt und nicht immer wieder vorne Aufbaut und hintern runterzieht.

Nun ja, nun ist gut. Genug abgekotzt über diese Beleidigung von heute.

Ein wahrhaft wahres Wort

"Sloterdijk: Es gibt nicht nur sich selbst erfüllende Prophezeiungen, sondern auch sich selbst erfüllende Hysterisierungen. Sowohl die Sozial- als auch die Individualpsyche hat in weiten Teilen ihres Funktionslebens eine autohypnotische Struktur: Der Mensch wird, was er hört, und die Öffentlichkeit wird, was sie liest. Die Psychologisierung des öffentlichen Raums durch Massenmedien ist eine der Primärrealitäten einer Zeit, in der es Massenmedien gibt. "

Quelle: Philosoph Peter Sloterdijk über die deutschen Wahlen, das Epochenprojekt Rot-Grün, den "Schurkenstaat" USA und die Hysterie vom 11. September.Von Sven Gächter auf profil.at