Archive for the 'Kognotiz-Original' Category

Visualisierung: 319 Milliarden Dollar

Appetizer to vizualizing $87 Billion
Ein kleiner Weblog-Re-Run: Wie sehen 87 319 Milliarden Dollar aus?

Am 19. Oktober 2003 schrieb ich angesichts dieder beeindruckenden Visualisierung und in Anbetracht dessen, was diese 87 Milliarden Dollar Repräsentieren:

Hier wird sehr anschaulich die Erkenntnis gefördert, worum Mr Bush das amerikanische Volk bittet. Bei dieser Gelegenheit musste ich mir vorstellen, was wäre, würde man Mr. Bush erklären, dass er das Geld haben könne, jedoch möge er es bitte direkt bei der Bevölkerung kassieren.

Die Menschen, die entscheiden, dass es Zeit für Krieg ist, müssen derlei Gelder aber nicht persönlich einsammeln. Mr. Bushmuss nicht jedem einzelnen Bürger lang und breit in rund 301.140.000 persönlichen Gesprächen erklären, warum er das Geld damals haben wollte. Musste seine Lügen nicht persönlich verbreiten ...

Wie jeder Staat, wurde dieses Geld über die üblichen Kanäle wie Steuern und Funds extrahiert und einem kriegerischen Zweck zugeordnet.

Korrektur: 2003 waren es mal 87 Milliarden. 2006 waren es schon 319 Milliarden Dollar Blutgeld für Kriegsaktivitäten (War on Terror).

Der Amesraum — wachsen in Sekunden

Die Täuschung des Ames-Raumes funktioniert so perfekt, weil all unsere Erfahrung uns sagt, dass Räume, Fenster und Türen rechtwinklig und Böden sowie Decken horizontal sind.

Quelle: Bayrischer Rundfunk: Der merkwürdige Raum des Adelbert Ames"

Wir erdenken das Gesehene neu.

Prägnanz, Einfachheit und “gute Gestalt”

Gestalttreppe AnimationEine Treppe in der Aufsicht oben oder ebenfalls eine Treppe, aber in einer Ansicht von schräg unten.
Ich hatte so meine Probleme an dieser Stelle die Treppe von schräg unten zu finden.

Dieser wieder excellente Beitrag von Dr. Thomas Wirth beschäftigt sich mit Wahrnehmung und der Konsequenz für das Design.

Prägnanz, Einfachheit und "gute Gestalt""

Oder anders ausgedrückt:

Setzen Sie einen Fokus und denken Sie an einen roten Faden.

Kommunikation ist kein Selbstzweck.

Kommunikation ist kein Selbstzweck. Ohne Kommunikation zwischen Lebewesen und ihrem Umraum – Licht, Geruch, Geschmack, Form, andere Lebewesen – ist existenzielles Bewusstsein nicht denkbar. Wenn wir Kommunikation bewusst herstellen, folgt sie einem sehr bestimmten Zweck. publiq legt besonderen Wert auf dieses Bewusstsein. Das führt zu Diskussionen – offenen Fragen nach Selbstverständnis, Befürchtungen, Zielen werden geklärt.

Diskussionen können anstrengend sein, können sinnlos sein, können von einer Lösung wegführen – aber sie sind der sicherste Weg, Kommunikation herzustellen, die nicht nur einem Zweck folgt, sondern ihn auch erreicht. Um es noch komplizierter zu machen – wir betrachten Kommunikation, die für die Öffentlichkeit bestimmt ist, als einen Beitrag zur Alltagskultur – immer, ohne jede Ausnahme.

Ja.

Quelle: publiq via Krit

Low and high level Wahrnehmung

Struktur und Ornament, Symbol und Zufall" von Martin Prinzhorn

Eines der großen Themen der gegenwärtigen kognitionspsychologischen Debatte im Bereich des Visuellen ist die Unterscheidung zwischen »higher level vision« und »lower level vision«. Der Gegensatz zwischen »high« und »low« ist dabei in keiner Weise wertend gemeint, sondern bezeichnet den Unterschied in der Wahrnehmung, ob wir etwas nur mittels unseres vorher gespeicherten Wissens wahrnehmen oder mittels eines fest installierten, algorithmischen Apparats, der unabhängig von unserer vorangegangenen Erfahrung visuelle Reize gleich einem Automaten strukturiert und verarbeitet: visuelle Kognition als Konstruktion bzw. Rekonstruktion einer bedeutungsbeladenen Welt versus Kognition als maschinengleiche, der Bedeutung gegenüber blinde Verarbeitung.

Die Wissenstreppe
Beginnt die Wissenstreppe tiefer und wie viele Stufen machen unterhalb der high level Wahrnehmung Sinn?

Es wäscht Kartoffeln / sie waschen Kartoffeln

Die Entstehung einer Kultur.

Die Makaken von Koshima erhielten irgendwann in den fünfzigern von der sie beobachtenden Forschergruppe Süskartoffeln und Körner. Dies tat man um die Makaken von den Feldern der Bauern fernzuhalten und wohl damit die Tötung vieler Affen zu verhindern und auch um die Makaken besser beobachten zu können.

Auf Koshima legte man das Futter an den Strand in den Sand. Irgendwann war wohl einem der jungen Weibchen das Knirschen des sandes zwischen den Zähnen zu viel und begann die Süßkartoffeln zu Waschen. Während altersgenossen schneller diese Tätigkeit adaptierten, taten sich ältere schwerer damit.

So'n neumodischer Kram, wozu? Aber ein paar alte Makaken mussten es wohl doch einmal ausprobieren und fanden das Ergebnis gut. Die Zahl der Makaken, die ihr Essen wuschen nahm zu und irgendwann waren die Jungtiere erwachsen und lehrten den Umgang mit den Früchten — natürlich zählte das Waschen der Nahrung dazu.

1962 als in der Quelle der Beobachtungszeitraum endete wuschen 2/3 der Population die Frücht, darunter fast alle Jungmakaken. Es ist nicht schwer hier eine Prognose zu erstellen. Mit jedem altersstarrsinnigen Silberrücken der Stirbt wird sich das Verhältnis zu gunsten der Wäscher entwickeln, bis diese die gesamte Population ausmachen.

Der gepflegte Affe wäscht seine Süßkartoffel.

Quellen: Weltbild: Der hundertste Affe und eine Leseprobe aus Werkzeuge und Wissen: Die Geschichte der Technik und der Wissenschaft" und in BR3 Schulfernsehen: Tiergesellschaften - Sozialverhalten bei Tieren

Vorallem die Lernresistenz der Alphatiere, der alten männlichen Silberrücken, wird heute gerne als Beispiel für die Lernresistenz im Vorstand / Konzernführung angeführt. Es ist bezeichnend für den fehlenden Wir-Sinn in der Führungselite, die sich hirarchisch über der produktiven Gruppe betrachtet und nicht mehr Teil der Gruppe mit besonderer Funktion.

Frosch, spring

Zwei FröscheWenn man einen Frosch ins kochende Wasser wirft, versucht er, so schnell wie möglich herauszuspringen. Setzt man ihn aber in lauwarmes Wasser und erhöht langsam die Temperatur, passiert überraschenderweise nichts. Der Frosch fühlt sich offenbar sauwohl und beginnt bei lebendigem Leibe zu kochen, ohne es auch nur zu merken.

Fröschen fehlt der Sinn für Veränderung.

Quelle: Frisebees Weblog: [...] Frosch, spring

Bildquelle: IMSI Masterclip (bearbeitet in Photoshop)

Nachtrag 1. März 2008:

In den Kommentaren wurde diese Geschichte noch im November nur wenige Tage später von Rainer Wasserfuhr mit einem Link zu einem Zeit-Beitrag: "Stimmt's? Nr. 45/2002: eingeheizt" richtig gestellt. Fazit von Eckart Menzler-Trott in besagtem Artikel:

Für Organisationen und Völker mag also gelten, dass sie eine kontinuierliche Verschlechterung ihrer Situation hinnehmen, ohne mit der Wimper zu zucken - bei Tieren lassen sich die Sensoren nicht so leicht täuschen.

Auch an dieser Stelle nach der Übernahme, danke für die Richtigstellung.

Für Völker und Organisationen gilt letztendlich jedoch das selbe wie für Frösche. Auch diese werden reger, je heißer die Situation wird und machen Anstrengungen der Hitze zu entkommen. Nicht immer gelingt es uns es kommt ein Zeitpunkt, da hilft alles Strampeln nicht.

So grausam kann Weblogs lesen werden …

Sumagg

Bedaure. Blogger.de beteiligt sich an dem falschen Geschäftsmodell.

tempa.blogger.de (Kognotiz)
wird aus Protest vorerst geschlossen!

Die Zukunft von Kognotiz steht noch nicht fest. Die kurze Lebenszeit hier bedauern wir sehr und hoffen eine unseren ethischen Anforderungen geeigneteren Server zu finden.

Anmerkung: Der Missstand wurde damals beseitigt und ich bloggte noch eine Zeitlang im Kognotiz noch weiter, dann seltener, dann gar nicht mehr, bis ich am 1. März 2008 beschloss es zu schließen die Inhalte in dieses Weblog zu übernehmen.

Beobachten 1. 2. 3. Ordnung und eine Wertung

Diese Geschichte ist zu schön ... Damit die Pointe erhalten bleibt, verlinke ich nicht direkt, sondern nur auf den Tag:

"Beobachter 3. Ordnung

10 Arten sein Selbst wahr zu nehmen

  1. Depressiv
    darauf folgt  "Keiner mag mich"
  2. Apatisch
    darauf folgt   "Es hat alles sowieso keinen Sinn"
  3. Masochistisch
    darauf folgt  "Etwas Besseres habe ich nicht verdient"
  4. Bewußt
    darauf folgt  "Fehler gehören dazu"
  5. Narzistisch
    darauf folgt  "Ich bin wunderbar"
  6. Größenwahnsinnig
    darauf folgt  "Ich werde es ihnen schon zeigen"
  7. Psychopatisch
    darauf folgt   "Ich darf alles"
  8. Perfektionistisch
    darauf folgt   "Jeder Fehler ist eine Bedrohung"
  9. Abhängig
    darauf folgt  "Nur nichts merken"
  10. Verweigernd
    darauf folgt  "Ich will um meiner selbst willen geliebt werden"

Quelle: "Die verletzte Seele" Verschiedene Ausprägungen des Selbstwertgefühls