Aufregung zu nächtlicher Stunde
Da kann man sich von der Arbeit nicht trennen und dann in der Nacht von Freitag auf Samstag morgens um Halbdrei klingelt es an der Türe. Um die Uhrzeit reagiere ich auf kein Klingeln, doch dann höre ich Türen bollern ... immer wieder ... und immer wieder mit Pausen dazwischen. Nun wird es mir unheimlich und ich wähle 110. Soll die Polizei nachsehen, ob gerade im Gebäude Büros ausgeräumt werden.
Wenig später stehen Streifenwagen vor der Tür und mein Telefon klingelt. Wie ich zurückrufe, ist es der Polizeinotruf. Die Polizisten bitten mich nach unten zu kommen. Das Glas der Haupteingangtüre ist eingeschlagen.
Außer mir ist noch ein weiterer Mieter im Haus, der angetrunken beschlossen hatte, ins Büro zu wanken. Die Polizistin macht mich auf die Wölbung des verbliebenen Glases in der Türe aufmerksam. Es ist nach außen gebogen und der andere Mieter hat Blut an der Hand.
Nachdem das Haus sonst ruhig, leer und unberührt erscheint ... *räusper* es braucht nicht mehr so viel kriminalistisches Gespür, um sich bei den Indizien auszumalen, was sich heute hier abgespielt hat. Manche sollten die Finger vom Alkohol lassen.
Bin ich froh, dass ich bei meinem Büro eine Stahltür habe. Wenn ich spät zu Gange bin und es sollte sich tatsächlich ein Einbrecher im Hause austoben, dann kann ich von meiner kleinen Festung aus Hilfe rufen und in aller Seelenruhe warten, bis der Täter Dingfest ist oder das Weite gesucht hat.
Morgen gibt es dann wohl eine neue Tür oder doch zumindest ein neues Glas (provisorisches Brett) für die Tür und außer einem Polizeibericht, einer Versicherung-Schadensmeldung und diesem Blogeintrag wird es das wohl gewesen sein. Die Vorstellung mit einem Einbrecher im selben Haus zu sein, hat aber dann doch ziemlich das Adrenalin fließen lassen. Noch bumbert das Herz und ich bin erstmal munter ... extrem munter.




Konterpropaganda 

