Sinn- und zweckbefreite Links sind schwachsinn
Linktausch, und Linkkauf und Linkbettelbanner, die dann vollkommen sinnbefreite Inhalte(Kommentar zum Link) produzieren, sind nicht geeignet für ein Online-Marketing.
Roberts kleiner Linkbubble platzt bei seiner Blogfrequenz schon nach wenigen Stunden, in der Regel nach einem Tag. Google-Technisch gesehen bringt dieser Link ebenfalls nichts. Reine Links auf populären Seiten sollte man wie Zeitungsanzeigen betrachten. Erst wenn diese in hocher Frequenz auf vielen populären Seiten auftauchen, zeigen diese auch einen Effekt. Der Effekt ist zunächst nur reines Daten bewegen. Der Betrachter ist deswegen noch lange nicht bewegt. Nur weil der User eine Aktion ausgeführt hat, einen Link geklickt, heißt das nicht, dass Linkziel und mehr noch das Ziel der Site in das Bewusstsein des Users eingedrungen ist. Er hat in gleichem Maß, wie er ein Werbeplakat an der Ampel betrachtet, den Inhalt betrachtet und schon an der nächsten Ampel (Web-Stop) vergessen.
Unsere Konditionierung erfordert mehr als einen einmaligen Link zu Inhalten, die zu uns keinen bis nur schwachen Bezug haben. Wobei ich aus dem Blickwinkel von Spreadshirt neidlos zugebe und im Besonderen darauf hinweisen möchte, dass sie strategisch betrachtet einen guten Beitrag platzierten und Robert sauber in ihre StrategieSiehe Kommentar ami hineingespielt hat. Denn natürlich fördert ein solches Bettelbanner den T-Shirt-Umsatz und schafft auch noch neue Multiplikatoren. Ich kann zu dem gelungen Beitrag nur gratulieren.
Ich bezweifle stark, dass die Kommentatoren Beitrag zum π-Marketing, die mit "haste mal'n Link" Robert anbetteln, den Unterschied wahrgenommen haben, zwischen Link = 100 Besucher und Link = 100 potentielle Kunden.
Robert zieht viel Aufmerksamkeit auf sich und vom Beitrag ab. Er ist sich dessen bewußt und hat hier auch schon reagiert, in dem er häufig keine Inhalte von schwächer positionierten Werblogs mehr übernimmt. Die Kunst ist es mehrfach im Jahr Beiträge zu positionieren, die generell von der eigenen Peergroup ohne besondere Aufforderung verlinkt wird. Nützliche Informationen, witzig aufbereitete Leiden, Link-Futter mit dem der Verlinkende seinen eigenen sozialen Status aufpolieren kann. Link-Futter der Spass macht. Link-Futter, das Nachhaltigkeit an den Tag legt, bringt auf Dauer Besucher auf die Seite und hebt auf Dauer die eigene Positionierung der Site.
Den kleinen Link, um überhaupt wahrgenommen zu werden, erreicht man, in dem man sich regelmässig in das Gespräch einbringt. Hier und da die neugierde weckt und einfach präsent ist. Weblogs sind Gespräche, da braucht es kein Spam. Man darf sich sozial zeigen und profitiert in doppelter Hinsicht. Man wird als Mensch (im Unterschied zum Spammer) wahrgenommen und man positioniert seine eigene Präsenz peut a peut und gewinnt so wiederum Googles Wohlwollen aber auch ohne das Wohlwollen von _dem_ Obermaker des Netzes wird man im Netz wahrgenommen und bekommt Besucher von vielen kleinen und großen, guten, schlechten Kommentaren in gut und schlecht positionierten Beiträgen. Je länger man dabei ist, desto unausweichlicher ist es, dass man auch wahrgenommen wird.
Wahrnehmen ist nicht gleich Beachten
Wie schon der Link nichts ist, so ist auch das wahrgenommen werden nichts. Das klingt harsch, aber die Linkfarmen scheitern genau an diesem Punkt. Der Unterschied liegt in der Achtung die ich dem Ziel hinter dem Link schenke. Wenn ich das was ich vorfinde beachte, froh drum bin, dass ich dem Link gefolgt bin und gar das Bedürfnis habe, anderen von dem Ziel zu erzählen, dann habe ich erst alles richtig gemacht. Dann erst funktioniert mein Online-Marketing. Dann erst funktioniert mein Weblog als Marketing-Maschine.
Der andere Weg heißt Konditionieren. Selbst der sinnbefreiteste Link und das schwachsinnigste Banner wird bemerkt, wenn nur häufig genug dieses sinnlose _Nichts_ einem Menschen um die Ohren geklatscht wird. Wenn die Einerlei-Soße über uns ausgegossen wird. Im allgemeinen Rauschen der Werbeindustrie und des murksigen _Linktausch_-Gedöhns ist das kostenintensiv und sehr aufwendig.
Ich habe nichts gegen einen Link ovn Robert, warum sollte ich. Ich habe entschieden etwas gegen Links um des Links willen.
Was ist ein Link
Ein Link ist ein Verweis auf einen weiteren Beitrag im Netz oder auf eine weitere Stelle in der Seite. Ein Link dient der Ergänzung und Erweiterung des vorhandenen Beitrages. Ein Link vernetzt Inhalte miteinander. Ein Link wurde dazu erschaffen, dem Menschen der ihn anklickt eine Unterstützung zu sein. Ein Link wurde _nicht_ dazu erschaffen linksetzende Morons glücklich und reich zu machen.
Viele vergessen nur allzu leicht, dass das Ziel nicht heißt "Daten bewegen".
Das Ziel heißt Menschen bewegen!
Fazit: Statt beim populären Sitebetreiber um Links zu betteln, macht es mehr Sinn, seine Zeit in Inhalte der eigenen Site zu stecken. Let's make the net a better place.
Ausnahmsweise bekommt dieser Link ein REL="nofollow", obwohl ich Robert gewöhnlich kein Nofollow verpasse, er gehört nicht in die Kategorie von Links, wo ich ein Nofollow aus ethischen Erwägungen heraus schon aus Prinzip setze. Es geht eher darum, dass ich diesen Nonsense-Beitrag nicht fördern will. Ich unterstelle Robert nun nicht, dass er kalkulierend großartig darüber nachdachte, wie er einen Buzz erzeugen kann. Ich schätze er hat — weil er eben Robert ist — aus einer Laune heraus ("ist doch lustig") fast einen ganzen Viewport mit den Nachkommastellen der Zahl π gefüllt und zu dem für ihn sehr schmeichelhaften Bettelbanner velinkt. Ich rollte mit den Augen, lächelte kurz und tröstete mich damit, dass diese Beiträge eher zur Ausnahme zählen und ärgerte mich noch ein klein wenig, dass ich so neugierig war und dem Link gefolgt war. Übrigens mit einer Millisekunde des zögerns, als ich das Ziel in der Statuszeile sah.
-Stichworte: Bettelbanner, Linkabbuse, Linkpoilcy, Linkwaehrung, Online-Marketing, Sitepromotion
-Stichworte: Bettelbanner, Linkabbuse, Linkpoilcy, Linkwaehrung, Online-Marketing, Sitepromotion




Konterpropaganda 


March 12th, 2008 20:34
silke, full ACK. bis auf einen punkt: es lag hier keine strategische planung vor, wie man durch einen schnellen linkbaitexkurs seine userzahlen hochtreibt. es war einfach nur: spass (und ein bisschen geekiness). das motiv stammt ja zudem von einem partner und nicht von uns persönlich.
jedenfalls ist uns das thema “nachhaltigkeit” sehr wichtig, gerade/obwohl wir auch corporate bloggen – und zudem mögen wir natürlich tolle statistiken und haben uns über den link gefreut, aber als “kennzahlen” taugen userzahlen in blogs ohnehin nicht.
viele gruesze,
ami.)
March 12th, 2008 20:51
Naturtalente planen nicht strategisch, und doch kommen strategisch wertvolle Beiträge heraus.
March 13th, 2008 20:15
Hallo zusammen, vielleicht noch ein Hintergrund aus der Designschmiede, die für das Motiv verantwortlich ist: Letztlich nehmen unsere Shirts genau diese Themen aufs Horn, allerdings mit einem Augenzwinkern. Ob es um den Beta-Blogger, die No-Shows bei Barcamps oder die Link-Bettelei geht, sind dies doch alle Themen, die uns Blogger bewegen – ob nun positiv oder negativ. Wichtig ist doch, dass wir bei der ganzen Bloggerei nicht den Spaß an der Sache verlieren, oder? Beste Grüße aus Ostwestfalen, Thomas#
March 13th, 2008 21:34
Ich hätt’s ja auch fast so stehen lassen können, wären in den Kommentaren nicht ein paar aufgetaucht, die den Eindruck machten, als hätten sie das Augenzwinkern nicht mitbekommen und schließlich ist es im Netz gang und gebe, dass wild Links getauscht werden, Linkfarmen eingerichtet werden und Google-Stichwörter auf den Quadratmeter Text gezählt werden.
Immer ist die Topposition in den Suchergebnissen im Blick und immer wird darüber vergessen, dass den Klick ein Mensch ausführt, der am Ende auch ein Interesse am Angebot mitbringen soll.
Viele Webmaster sind sich ihrer Spammer-Mentalität dabei nicht einmal bewusst. Es sind die selben Personen, die dann suchen sie selbst etwas im Netz sich wundern, dass die Recherche so mühsam und nervend ist.
Internet kaputt!
Zugegeben ich habe darüber etwas meinen Humor verloren.
Sollte ich vielleicht wieder etwas kultivieren. Fällt nur schwer angesichts von Automaten, die einem Lottolose am Telefon verkaufen wollen, über 10.000 Spam-Mails auf eine Mailadresse in nur zwei Wochen und dem täglichen Aufwand den ich mit dem Quatsch verbringe. Oder auch mit anzusehen wie im Ausland meine Feeds in Spamblogs verwurstet werden, wohl wissend, dass ich und zig Tausend andere den Aufwand einer Auslandsklare nicht leisten wollen oder können, um diese Spamspacken zur Kasse zu bitten.
Ups … don’t get me started …
March 14th, 2008 13:07
Uiuiuiuiui… Das wollte ich nicht… *schokokeksrüberreich*
March 19th, 2008 23:14
Ich schließe mich der Meinung von Thomas Killian aus Ostwestfalen an. Bei solch einer Aktion sollte es doch ganz klar in erster Linie um den Spaß gehen. Natürlich sollte man auch darauf achten, die Botschaft die man vermitteln möchte auch zu vertreten.
[Edit: bei Service-Blog-Kommentatoren gibt es keinen Link zur Site. Ich sollte diesem Kommentar an und für sich ein kaltes, gnadenloses Spamlabel verpassen. Hier kommentiert ein SEO, der genau zu meiner Humorlosigkeit in Bezug auf Linkpolitik geführt hat!! Bietet er doch auf seiner Seite Unternehmen für den Aufbau von Backlinks Kommentare nach Stückzahl an. Spamsocken sind eine Internetplage!]