Der visuelle Beitragsmodus in Wordpress 2.3.1

Standardmäßig ist in Wordpress der TinyMCE WYSIWYG-Editor zur Bearbeitung der Beiträge eingestellt. Das habe ich stets als eine gute Sache betrachtet, bis ich nun Gelegenheit hatte, zu beobachten, was denn passiert, wenn ein echter Novize des Netzes sich in bester Entdeckerlaune einem Columbus würdig und darüber hinaus mit einem ausgewachsenen Spieltrieb, daran macht, die Möglichkeiten und Optionen des Editors zu entdecken. Wenn dann noch hinzukommt, dass die Schrift des Themes so elegant klein ist, dass kaum ein Brillenträger dies lesen kann, dann wird der TinyMCE WYSIWYG-Editor zum Werkzeug des Teufels.

Kreuz und Quer schwirren die <strong>s und <font style="color: #ff6600;">s im Quelltext und schlimmer noch <font style="#dd0000"><font style="#000000"></font></font>-Unarten machen sich hier und da breit und blähen den Quelltext auf.

Und auch wenn <strong> und <em> mit Maß gesetzt wurde und <font style="color: #ff6600;"> nur hier und da stilvoll eine Akzent setzt, dann ist da immer noch die Frage des Theme-Wechsels nach ein paar Monaten, wenn man den alten Look satt hat. TinyMCE bietet keine elegante Methode an, Formate über Klassen dem Nutzer zu liefern. font-Tags aber, die über dutzende, ja hunderte von Beiträgen verzteilt sind, mag keiner dem neuen Farbklang anpassen. Das ist echte, qualvolle Sysiphusarbeit. ... doch was bleibt einem übrig, wenn der Orange-Ton auf dem späteren Beige nicht zu lesen ist. Am Ende hat man die Wahl, zwischen Regen und Traufe!

Sicher es ist nicht sonderlich schwer vor auf "Code"-Register und zurück auf das"Visual"-Register zu klicken und so von einem Modus in den anderen Modus zu wechseln. Doch die ganze Idee des TinyMCE ist es, den Computer-Novizen den Stress mit dem Quelltext zu ersparen.

Fast wünschte ich der TinyMCE wäre in Wordpress nicht vorhanden.

Dann würde eine Din A4 Seite mit den wichtigsten Regeln genügen und der Quelltext des Teufels wäre gebannt. *seufz*

Es hilft nichts. Eine Schulung muss her.

[Nachtrag:]
TinyMCE für Wordpress anpassen. (Wenn auch zu spät gesehen, doch noch bemerkenswert und für zukünftige Jobs.)

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2 Responses to “Der visuelle Beitragsmodus in Wordpress 2.3.1

  • 1
    Boris
    December 11th, 2007 11:19

    Ich halte von solchen vermeintlichen WYSIWYG-Editoren gar nichts, auch nicht mit Blick auf die Blognovizen und HTML-Unkundigen. Es wird einfach nur Unsinns-Code mit Formatierungen im Quelltext erzeugt, anstatt dass die Formatierung im Stylesheet versammelt sind.

    Man sollte den “Unbedarften” lieber eine etwas reichhaltiger ausgestattete Quicktag-Sammlung zum normalen Code-Editor mitliefern, damit sie die häufiger benötigten strukturellen Tags (z.B. Listen und Überschriften) einfügen können. Und dazu gehört eine ordentliche Hilfeseite, die das einigermaßen verständlich erklärt.

  • 2
    Silke Schümann
    December 11th, 2007 17:28

    Ich habe eine ähnliche Haltung, weswegen ich bei Editland dafür sorgte, dass Klassen möglich sind und ich XHTML-Modus bei meinen Kunden einstelle, weil dann dieser WYSIWYG-Editor sich recht gut anstellt, obwohl auch da die Nutzer noch den Quelltext des Teufels produzieren und <strong></strong> in kurzer Folge produzieren oder <p style="text-style:normal">
     
    Manche Menschen sind vom Quelltext so eingeschüchtert, dass sie es ganz lassen. Weil dem so ist, ist es gut, dass es WYSIWYG-Editoren gibt. Diese Editoren sind nur leider nicht auf dem aktellen Stand, was den Umgang mit Klassen anbelangt. Von einem Editor, der in WordPress eingesetzt wird, hatte ich mehr erwartet. Ich habe einfach meinen Erwartungshorizont unrealistisch hoch gehalten und wurde dadurch ent-täuscht.

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