Amerika wacht gerade ein wenig auf, von einer über 5-jährigen Periode, in der die Propaganda-Maschinerie der Bush-Administration auf der Propaganda-Klaviatur namens "Angst" das Volk manipulierte. Das Instrument der Angst wurde genutzt um Kontrolle über Informationen zu gelangen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß.
Das Spiel der Zeit heißt: Kontrolle über Wissen
Immer mehr kleine Leute geben freiwillig Informationen preis und eine Elite festigt Stück um Stück die Herrschaft über diese Informationen. Es ist nicht nur WEB 2.0, das mit spielerischer Leichtigkeit unsere Realität ummodelt, es ist vor allendingen eine Strategie, die wir nun schon seit 10 Jahren beobachten und an unserem Leib spüren:

via Neulich am Imbiss
Es sind die neuen Herren unserer Zeit, die wieder einmal die Jagd verbieten, die wieder Werkzeuge zu Eigentum erklären und dem kleinen Mann sehr erfolgreich den 10ten abknöpfen und jene, die sich nicht der neuen Ordnung unterordnen vogelfrei erklären.
Der Tyrann hat heute eine Saubermann-Weste und ein mit teurem Werbe- und PR-Budgets erworbenes lächelndes Gesicht
Welches sind die Elitemedien, die die Tagesordnung für den Rest festlegen? Nun, zum Beispiel solche wie die New York Times und CBS. Das sind zuallererst einmal große, sehr profitable Kapital gesellschaften. Darüber hinaus haben die meisten von ihnen enge Verbindungen zu weit größeren Konzernen wie General Electric, Westinghouse oder gehören direkt dazu. Sie mischen ganz oben in der Machtstruktur der Privatwirtschaft mit, und diese Struktur ist extrem tyrannisch. Die großen Kapitalgesellschaften sind strukturell gesehen Tyranneien: sie sind hierarchisch und werden von der Spitze aus kontrolliert. Und wer sich damit nicht abfinden will, fliegt raus.
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1925 kam also Bernays' Buch Propaganda heraus, und gleich zu Anfang heißt es dort, das Buch mache sich die Lehren des Ersten Weltkriegs zunutze. Bernays schrieb, das Propagandasystem des Ersten Weltkriegs und die Creel-Koonmission, an der er beteiligt gewesen war, hätten gezeigt, daß man "das Denken der Öffentlichkeit ganz genauso dirigieren" kann "wie eine Armee die Körper ihrer Männer dirigiert". Diese neuen Techniken der Reglementierung des Geistes sollten, wie er schrieb, von intelligenten Minderheiten genutzt werden, um dafür zu sorgen, daß der Pöbel nicht auf falsche Gedanken kommt. Mittels der neuen Techniken der Gedankenkontrolle sei dies jetzt ohne weiteres möglich.
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Genauso wenig, wie auf dem Lehrplan steht, was James Madison während der verfassunggebenden Versammlung schrieb, nämlich, daß das neue System zum Hauptziel haben müsse, "die Minderheit der Begüterten gegen die Mehrheit zu schützen", und daher so gestaltet werden müsse, daß es dieses Ziel erreichen kann. Hier geht es um die Grundlagen des verfassungsmäßigen Systems, und niemand setzt sich damit auseinander. Man findet diese Äußerungen nicht einmal in der wissenschaftlichen Literatur, wenn man nicht wirklich intensiv danach sucht.
Quelle: Noam Chomsky: Warum die Mainstreammedien "Mainstream" sind
Wie in allen Zeiten werden alte Fürsten hier und da durch neue Fürsten ersetzt. Im Grunde ist es auch egal, wie diese Fürsten heißen. Entscheidend ist, welche Auswirkungen deren Manipulationen haben. Es geht nicht darum, den Fürsten wie in der französischen Revolution die Köpfe abzuschlagen, doch sollten wir auch nicht tatenlos zusehen, wie Privilegien etabliert werden, die wie bei der verfassungsgebenden Versammlung als Hauptziel haben, die "Minderheit der Begüterten gegen die Mehrheit zu schützen".
Lange Zeit war das geistige Eigentum ein gratisgut. Dies ändert sich mehr und mehr. Und die Argumentation ist nicht neu: Sagen Sie nun: Das Licht der Sonne ist ein Gratisgut und Gratisgüter zurückweisen heißt, den Reichtum selbst zurückweisen zu Gunsten der Mittel, ihn zu erwerben?. Um die Minderheit zu schützen wird aktuell die Sonne verboten und um keine Revolution zu riskieren, wird wie in allen Zeiten ein Propagandakrieg geführt, der übrigens nicht erst seit den ersten Weltkrieg geführt wird. In jener Zeit wurde nur einmal mehr die Reichweite und damit die Effektivität entschieden erweitert.
Propaganda-Beispiele vor dem ersten Weltkrieg in Stichworten: Potemkinsche Dörfer, Einbildung (Kirchenmalerei für die Analphabethen) und die Bilderstürmer oder verbotene Bücher und Angst vor dem Teufel (Umberto Eco, Name der Rose), ...
Lachen tötet die Furcht. Wer keine Furcht hat, braucht keinen Gott mehr.
Der blinde alte Mönche zum Franziskaner Baskerville (Sean Connery) dem alten blinden Mönch nachjagt (aus dem Film "Der Name der Rose").
Gott gleich die höhere Macht, als Beschützer in dessen Namen die heilige Kirche ihre Macht ausübte bis hin zu Hexenverbrennungen, bei der die Inquisition Teile der Bevölkerung ausgegrenzte und die Opposition zu Asche verbrannte.