Archive for January, 2007

Reif für negative Feststellungsklagen

Es scheint Herr Folkert Knieper legt es mit aller Macht darauf an, sich mit der halben Blogosphäre anzulegen. Ich kann mir schon vorstellen, dass bei dem Zorn, der bei einigen Bloggern hochgekocht ist, für das Ehepaar mit deren Privatadresse sich das eine oder andere Problem ergibt. Noch immer aber hat dieses Paar nicht gelernt, einfach einmal um etwas per Mail zu bitten. Statt aber nun die Privatadresse zu recherchieren, ... was mit auch nur einem kleinen Quentchen Medienkompetenz ein Klacks ist, ... ok. Ich denke das ist das falsche Signal. Es wird Zeit, dass man mit negativen Feststellungsklagen kontert.

  1. Kann man dann wie dieses Paar sich den Gerichtsstand raussuchen.
  2. Nutzt man ein Instrumentarium, in dem sich notorische Abmahner heimisch und sicher fühlen und dreht den Spieß um. Ich gehe davon aus, dass das Abmahnen gleich viel weniger Spaß macht.

Es sollte möglich sein einige der Abmahnungen mit Pauken und Trompeten abzuschmettern und sich erst einmal vor Nachahmer und Folgeabmahnungen des Paares Ruhe zu verschaffen.

In jedem Fall aber betrachte ich dieses Paar nun endgültig ... eben.

Ich bin mehr als zuversichtlich, dass die Adressgeschichte im Kommentar, folgenlos für maingold abgeschmettert werden kann. Und wer weiß, eventuell kann man bei der Gelegenheit auch gleich die erste Abmahnung vom Tisch fegen.

Nachtrag: Ich empfand auch die Abmahnung gegen Nerdcore als mehr als überflüssig und unter aller Kanone. Schade, dass Read the rest of this entry »

It’s a thought …

Ein Gedanke für Marketeer ...

Nüsse knacken

Für manche liegt das Gold auf der Straße. Sie müssen es nur aufheben. Andere finden Nüsse auf der Straße eindeutig attraktiver: Nüsse knacken :D
... oder wie man Ressourcen geschickt nutzt. Outsourcen richtig angestellt.

Jedem Menschlein sein Schübchen

Buuaaaaaaah zum Brüllen komisch: Auf Axonas werden aktuell ein paar Biologiefunktionäre, die etwas zu viel "abstempeln" auf's Korn genommen:
Axonas: Wenn Inquisitoren sich nicht mehr auskennen

Es ist ein lehrmeisterhaftes, excellentes Beispiel für den Unterschied zwischen "Sachebene" und "Persönlich werden"; ein Beispiel für die Betrachtung des Wortsinns, wenn der Gedankensinn nicht die Person von der Aussage trennen will. Jener Enkelmann'sche verheerende erste oberflächliche Eindruck, bei dem die blenderische Seidenkrawatte in der soziologischen Evolution den Blick auf das eigentliche Wesen des zur Genpool beisteuernden Spezies versperrt und so die biologische Evolution des Intelligenteren verhindert.

500Eurobrötchen: Abstraktion, Welten trennen und Alternativen nutzen

Ein Alarmschrei gibt zu bedenken, warum das 500 Euro Brötchen eben doch eine Sauerrei sei: Anmerkung zum Brötchen

Der Autor schreibt:

Klauen ist nicht ok; dem kann man in dieser Pauschalität nur zustimmen. Das Problem ist, daß diese Argumentation einer vulgarisierten Form juristischen Denkens folgt. Das Recht arbeitet mit Verallgemeinerung, mit Abstraktion. Das muß es, weil nicht für jede individuelle Existenz ein eigenes Gesetzbuch geschrieben werden kann. Das Recht ist darauf angewiesen, daß es möglich ist, eine Vielzahl verschiedener Fälle an derselben, immer gleichen Regel zu messen. So weit so gut. Aber der freie gesellschaftliche Diskurs ist keine Gerichtsverhandlung. Was man leider allzuoft vergißt: Die juristischen Regeln sind die Abstraktion; die vielen verschiedenen Sonderfälle sind die Realität, nicht umgekehrt. Deshalb haben wir keinen Grund, im freien Austausch zwischen Menschen eine juristische Argumentation automatisch für die bessere, wahrere zu halten. Eher im Gegenteil. Die Natur stattet uns mit der Fähigkeit aus, über unsere Sinne, Emotionen und Denktätigkeit die Realität mit all ihren Nuancen und Schattierungen in einer Differenzierung zu erfassen, hinter welcher die Sprache weit zurückbleibt und die Rechtslogik noch viel weiter. Wird die formaljuristische Argumentationsweise genutzt, um jene Fähigkeit zum Schweigen zu bringen und zu delegitimieren, hat die Gesellschaft viel verloren und das Recht nichts gewonnen.

Und schließlich handelt es sich hier noch nicht einmal um juristisches Denken, sondern um eine vulgarisierte Form davon, weil das moderne Recht längst über ein unterschiedsloses »geklaut ist geklaut« hinaus ist und Fragen wie die, wer, was, warum, wieviel, von wem usw. geklaut hat, selbstverständlich in seine Bewertung einbezieht. »Geklaut ist geklaut«, das ist, wie es mein Freund Butch Spatz neulich in anderem Zusammenhang ausdrückte, logisches Kleinbürgertum.

Korrekt. Und:

  1. Im Einzelfall stellt man fest, dass die Bilder nicht gemeinfrei waren und sind. Sondern dem Urheberrecht unterliegen.
  2. Im Einzelfall stellt man fest, dass mit nur etwas wenig recherche man erfahren hätte, dass es im Netz zahlreiche Quellen gibt, die Bildmaterial gemeinfrei oder doch zumindest kostenfrei unter die creative commons zur Nutzung frei stellt.
  3. Im Einzelfall stellt man fest, dass der Brötchennutzer den Schaden gar nicht bewerten kann, den er anrichtet.
  4. Zur einträglichen Verwertung benötigt man beim derzeitigen Stand der Dinge drei Komponenten, Aufmerksamkeit und Kontrolle und Begehrlichkeit.

Ich wage sogar zu behaupten, dass der Brötchennutzer sich keine Gedanken darüber gemacht hat. Wer sagt uns denn, dass nicht Verträge existieren, die das Brötchen und alle anderen Bilder unter der Domain mit einer Gewährleistung versehen wurden, dass diese nur auf einer limitierten Anzahl Domains erscheinen und dass der Publizist sich verpflichtete, Verstöße gegen diese Limitierung zu ahnden. Bei solch einer Vertragsklausel ist die Vertragstrafe nicht weit. Dass es hier in diesem Fall vermutlich nicht so ist, spielt keine Rolle, denn auf eine Schöpfungshöhe kommt es nicht an und eine besondere Kennzeichnung ist nach geltendem Recht nicht erforderlich.

Wie in allen Gewässern in denen man sich bewegt, muss man die Fahrtiefe, die Klippen und Sandbänke kennen und wer wenig Abenteuerlust verspürt sollte sich auf sichere Fahrwasser beschränken, wie z.B. Bilder im Creative Commons aus vertrauenswürdigen Quellen oder aber eigene Bilder produzieren.

Wer nicht in sicheren Fahrwassern bleiben will, muss und darf sich nicht wundern, wenn er gekapert wird.

Dass das nicht schön ist und dass im Internet dies das Gespräch erheblich beeinträchtigt, ist richtig und richtig ist auch, dass dies der Gesellschaft nicht gut tut. Zollschranken haben noch nie gut getan. Dass es den Systemen besser geht, wenn Zölle fallen, konnte mehr als einmal beobachtet werden. Doch dann müssen für den Kreativen andere Möglichkeiten geschaffen werden, wie er sein kreatives Werk, das die Gemeinschaft nutzt und schätzt für seinen Lebenserhalt verwerten kann. Genau hier ist noch keine geeignete Lösung in Sicht.

Die Fülle des gemeinfreien und der CC-Lizenzen machen es den Kreativen ohnehin schon schwer. Was bleibt ist die rigorose Durchsetzung des Exklusiven mit den Mitteln des Rechts — des Urheberrechts!

Ein Anfang in Bezug auf Bildquellen: Yotophoto

Eine andere Abmahnpraxis wäre wünschenswert. Wünschenswert wäre aber auch, dass die Belieibigkeit, mit der Urheberrechte verletzt werden, aufhört und man sich, wenn es bessere alternative Quellen gibt, sich um diese bemüht.

Horrormovie

 
Schocker des Abends

Timeline-editing at its best

Wow!

Unverschämt! :-))

Sie trugen Anzüge, verteilten Visitenkarten ... wer essen und trinken wollte, musste als Werbestatist sich ablichten lassen ... brutaaaal! ... gefunden bei Thorsten Ulmer auf Bloglevel 21, der Kaltmamsell diesbezüglich korrigiert.

[Admin: Blogname korrigiert]

Das Dummchen kann zahlen!

Es war einmal eine naive, gutgläubige freie Mitarbeiterin im Sekretariatsbereich. Das Mädel hatte bis dato noch keine Menschen getroffen, die ihr so richtig an die Wäsche gegangen ... öh pardon mit Lug und Trug an ihr Konto rangingen. Eines Tages arbeitete sie für einen Gauner im ehrenwerten Businessgewand. Drei Monate strichen ins Land. Monat eins war als Kennenlernzeit mit einem günstigen Einführungspreis belegt, Monat zwei fiel nicht viel an. Monat drei schlug zu und produzierte eine satte Rechnung. Es war der letzte Monat. Es war also die erste größere Rechnung, es war die erste größere Rechnung, die sie nach Ende ihrer Dienste nicht dem Gauner im Businesspelz persönlich mit Überweisungsträger zur Erledigung in die Unterschriften-Mappe legte. Das Mädel staunte nicht schlecht, als ein Jahr später vor Gericht sie mit feisten Lügen konfrontiert wurde. Sie schluckte, als sie einem Vergleich zustimmen konnte oder aber würde in Berufung gehen müssen, weil ihr Anwalt eine Flasche war. Der war für den Gerichtstermin nicht in der Lage gewesen, den Vertrag einzustecken, der dem Spuk ein Ende gesetzt hätte. Wie in den Jahrzehnten zuvor gewohnt hatte das Dummchen während der Zeit bei diesem Gauner auf Zuruf (= mündlicher eineindeutiger Auftrag) einen dritten Dienstleister beauftragt und mit i.A. das Fax unterzeichnet. Die Flasche von Anwalt, riet ihr die Rechnung zu dem im Auftrag gezeichneten Auftrags zu zahlen. Das hätte das Dummchen ungerne doch notgedrungen getan, doch Read the rest of this entry »

Bissle Ärger mit dem guten Stück

DO IT
OR DIE