Plump und anbiedernd
Bislang war mir diese Karte keinen Beitrag wert. Um ehrlich zu sein, ich öffne meine Briefkasten nicht mehr täglich und wenn, dann meistens auf dem Weg irgendwo hin. Die Karte ging daher auf sehr direktem Wege in den nächsten Papierkontainer. Das Resümee ist gelinde gesagt gewagt. Mein Gedankengang ging dabei eher in Richtung des Kommentars von Jens Scholz allerdings kürzer und definitiv flacher, denn es hat bis zu der Entdeckung in den Blogs nicht für einen Beitrag gereicht.
Die Karte enthielt keinen Mehrwert und nur weil mir und all den anderen der Massenaussendung die Absender tief in den Allerwertesten kriechen, heißt das nicht, dass ich es ihnen an diesem Ort gemütlich machen möchte. Allerdings dachte ich bislang, dass die Portokosten, ausreichend Lehrgeld enthielten. Eine Reaktion nicht nötig. Dass diese Karte soviel Reaktion auslöst erschreckt mich mehr als dass es mich freut. Ich finde es angenehm, dass Werbesendungen rückläufig sind. Jetzt fehlt nur noch eine geeignete Maßnahme gegen den Spam in meinem E-Mailpostfach und vielleicht aber nur vielleicht, wird dann wieder intelligenter geworben.
Der Mehrwert muss nicht unbedingt in Form eines Pausenspiels erfolgen. Übrigens wo bleibt da meines. Ich blogge schon Mal für kleine und größere Werbegeschenke und sicherlich auch mal für einen dummen Spruch auf einer Postkarte.
Jene Postkarte hatte zumindest bei mir null Effekt und sicherlich auch noch bei vielen anderen.
Better Luck next time oder noch besser überlasst es anderen.
-Stichworte: Bakshish, Blogger, Kommunikatinskanaele, Promotion, Spam, Werbegeschenke
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Konterpropaganda 


March 22nd, 2006 19:51
Beim nächsten Mal, ok? Ich setz dich auf die Liste. Der Punkt ist aber, ich habe fast nur Blogger angeschrieben, die ich persönlich kannte und habe diese und die die ich nicht kannte, um Erlaubnis gebeten, was schicken zu dürfen.
March 22nd, 2006 19:58
Bei Spielzeugen wie diesen, ist sicherlich keine Erlaubnis erforderlich. Da freut man sich gemeinhin.
Für die Auswahl habe ich Verständnis. Das hier war mehr ein rumfrotzeln.
March 23rd, 2006 10:14
Verstanden. Die Sache mit Erlaubnis und generellen Reaktionen auf die Aktion ist aus meiner Sicht u.a. als PR-Berater natürlich furchtbar spannend – und deshalb bin ich furchtbar vorsichtig: abgerissene Brücken sind in der Blogosphäre schwer wieder aufzubauen. Btw, hast du meinen “Help Wanted”-Post gesehen, wäre das auch was für dich?
March 23rd, 2006 11:14
Eiertanz in Werbung und Akquise
Ich bin nur bedingt eine PR-Beraterin oder eine seicht warme Vertrieblerin. Allerdings nehme ich die wenigsten Dinge lange krumm.
Der Eiertanz der gerne in der Geschäftswelt getanzt wird um nur keinem auf die Zehen treten, empfinde ich als wiederwärtig.
Ich kann nicht jedermans Liebeling sein und will es auch nicht. Das heißt, wen ich auf dem falschen Fuß erwische, wer unfähig ist für Selbstkritik oder wer mich auf dem falschen Fuß erwischt, wer mich in Dingen erwischt, wo es mir entschieden an gesunder Selbstkritik und Humor fehlt, der ist am Ende eben nicht mein Geschäftspartner. Das ist eine Selektion, die ich mir mittlerweile ohne Kopfzerbrechen leiste. Es gibt zig Milliarden Menschen, mit denen ich mich verständigen kann. Es gibt mehrere Millionen Menschen, die sogar hier in Deutschland leben und für die ich mir geeignete Produkte und Dienste überlegen kann, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten dabei sogar noch so wohlhabend zu werden, dass ich mir jeden Luxus leisten kann, den ich mir wünsche.
Wenn’s passiert: Brücke gekappt
Warum muss bei jedem verlorenen Kunden/Kontakt die Schlinge für meine persönlichen Galgen knüpfen, weil das das Ende meines gesamten beruflichen Erfolges angesehen werden muss. “Oh gott … der könnte pikiert sein und 10 weitere könnten meine Offenheit und angriffslustige Formulierung beanstanden. Hilfe! Ich nehm besser den Strick … jetzt wird mich keiner mehr lieb haben … uaaaaaaaaah!”
So oder so ähnlich kommt es mir gelegentlich vor. Was ich insbesondere zu der Karte gelesen habe, konnte ich bei einigen Blogs kaum glauben.
Aber vielleicht war diese Galanterie auch Selbstschutz für die eigenen flachen Aussendungen. Ich reihe mich in diese Liste durchaus selbst auch ein. Ganz nach dem Motto “Stets bemüht!” Andererseits finde ich es erfrischend, wenn ich wirklich gute Ideen finde. Dann werden diese hervorgehoben und die flachen Ideen gehen unkommentiert in die Tonne.
Hilferuf nach Webdesign
Den Aufruf habe ich übersehen. Zweisprachigkeit, solange es nicht eine vollautomatische fehlerfreie Übersetzung einschließt, ist nicht das Problem. Bis hin zu einer Admin, die in Englisch in der Admin existiert. Reasonable … ich kann gerne auch die Anpassung vorhandener Templates vornehmen, das senkt die Kosten um ein vielfaches. Deswegen existiert die Templaterie: Siehe z.B. Tiger Grün
Oder aber ein Wordpress/Serendipity oder Textpattern als Basis, dann ist das Thema Weblog ebenfalls schon gelöst.
March 23rd, 2006 14:48
Actually, the bi-lingual part was referring to the structure of the site…
Ich nehm’ dich mal in den Pool mit auf…
Wegen der PR etc., da ist es denke ich ein Unterschied, ob du für dich ganz allein wirtschaftest oder für ein Unternehmen “sprichst”. Ich will auch Fehler machen aber immer nur einmal.
March 23rd, 2006 15:06
Nur bedingt. Denn auch ein Unternehmen kann sich inkompatible Kunden nur zu einem gewissen Grad leisten.
Wenn man dann noch eine halbwegs humanistische Erziehung genossen hat, dann sollte das ausreichen, dass man im Sinne des Unternehmens frei kommunizieren kann.