Die Marke Princess
Wieder eine Marke,
die keine Marke sein sollte: Princess Schmuck
Abmahnung wegen Princess titelt Udo Vetter in seinem Blog.
Worum geht's? Beschrieben wird eine Abmahnung, wo ein Schmuckhersteller eine branchenübliche Bezeichnung verwendet, in der der Begriff "Princess" vorkommt.
Die in den "Verkehrskreisen" seit Jahrzehnten verwendete Bezeichnung Princess-Schliff bezeichnet eine bestimmte Art einen Diamanten zu schleifen.
Es kann und sollte nicht das Problem der Branche sein, wenn ein Unternehmen sich in den Kopf setzt mit dem Begriff Princess seine Schmuckmarke zu etablieren. Das darf jedes Unternehmen gerne tun, jedoch sollte das Patentamt diesem Unternehmen keine gesonderten Schutz gewähren für dieses Vorgehen, denn erstens wird die Verbindung Prinzessin und Schmuck kleinen Mädchen von klein auf eingetrichtert und hat nichts aber auch gar nichts mit besagtem Schmuckunternehmen zu tun und zum andern ist der Begriff durch eine in der Schmuckbranche übliche Technik belegt.
Zwei sehr gute Gründe, diesen Begriff nicht als Marke zuzulassen. Die Datenbank des Patentamtes gehört dringend bereinigt. So geht es jedenfalls nicht.
[Nachtrag]
Ein Aufreger unter vielen. Eben erreichte mich ein Anruf zum Thema. Ein Thema, das wie bei O2, bei der Telekom, bei dem es die juristische Ebene gibt, aber auch die poilitische Ebene. Wenn man nicht dagegen unternimmt, dann wird der Claim auf unsere Sprache ebenso wie auf Nachbarsprache weitergehen und ein Blick in die Datenbank des Patentamtes genügt um festzustellen, dass man als Unternehmer es fast schon nicht mehr vermeiden kann, irgendwo an einer Stelle eine Marke zu verletzen.
Nur Aufregen wird wenig helfen. Es ist eines der Dinge, die gründlich überarbeitet werden muss und wo Rechte beschnitten werden müssen, denn sonst haben wir bald sehr sprachlose Unternehmen.
-Stichworte: A2O-Original, Plagen
-Stichworte: A2O-Original, Plagen




Konterpropaganda 


January 8th, 2006 13:25
[...] Hatte ich in meinem Beitrag noch von sprachlosen Unternehmern gesprochen, so muss im Fall Princess auch noch der Gelegenheitsverkäufer auf eBay hinzugenommen werden. Wer bei eBay etwas verkaufen will, wird sich vorab bei der Bezeichnung und einen vewendeten Begriffen in der Beschreibung im Markenregister des Patentamtes schlau machen müssen, um nicht statt der erhofften Zwei Euro Fuffzig Einnahme am Ende beim Gericht Privatinsolvenz anzumelden. Siehe Udo Vetter [...]
January 8th, 2006 13:28
[...] Über Weblogs, Plagen, A2O-Original Silkester 13:40 pm Wer mit Wordpress und anderen Weblogtools einen Beitrag verfasst und dabei die Überschrift für den Permalink verwendet, hat unversehens einen Markennamen in der Url und da, gibt es Urteile, die dies als ein Werben mit der Marke auffassen, nicht zuletzt, weil Spammer diese Tatsache in eben jenem Sinn genutzt haben und auch das Weblog nutzt hier den Google-Mechanismus der sprechenden Url. Dass dann bei Erwähnung einer Marke in der Beitragsüberschrift zur Verwendung der Marke in der URL führt, vergißt man und empfindet man auch nicht als sooo wichtig. Rechtsanwalt Kremer macht auf diesen Umstand aufmerksam und teilt gleichzeitig die Ansicht, dass das Markenrecht hier dem Missbrauch Tür und Tor aufgemacht wurde. Auch mit dem Seitenhieb hinüber zu Cartie und Princess [-1-]u. [-2-], die sich beide einen recht unrühmlichen Namen machten. Was den Boykottaufruf anbelangt, so denke ich, ist er an jeder anderen Stelle relativ unbedenklich, aber wenn “Branchenkollegen” (hier zwei Werber) gerade im Clinch liegen, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Boykottaufruf in Bezug auf einen Werbekunden einer Partei hingenommen werden muss (Unlauterer Wettbewerb). Auch dann nicht, wenn dieser Boykottaufruf nicht direkt man selbst, sondern einer der Kommentatoren auf die Seite eingestellt hat. Letztlich trägt Patrick Breitenbach und seine Co-Autoren hier die Verantwortung. Apropos Mitautoren … ob diese — sollte Patrick verlieren — wohl im Sinne einer GbR mithaften? [...]
January 8th, 2006 14:02
[...] Die Marke Princess [...]
February 11th, 2006 11:27
Hier in diesem Schmuck-Forum gibt es noch ein paar gute Infos zum Thema Princes. Hier mal der direkte Link:
http://www.iphpbb.com/board/ftopic-50385095nx20254-58.html
December 15th, 2006 22:20
[...] Die Marke Princess [...]
May 21st, 2009 14:11
Ich finde den Name Princess schon gut.Wenn der Hersteller das selbst gewählt hat – warum denn nicht…?Die echte Prinzessinnen haben doch viel Schmuck:)
May 21st, 2009 17:08
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Prinzess im Bereich Schmuck wiederspricht dem Freihaltungsgebot in Bezug auf eines Schliffs. Zum anderen ist das Markenrecht nicht dazu da die Sprache zu Monopolisieren und Anwälten ein leichtes Einkommen zu garantieren.
Deswegen. Markenrecht wird heutzutage grob missbraucht. Es ist ein Wirtschaftshinderniss geworden, wie einst Zollschranken ein Hindernis darstellten. Nur kurzsichtige Profiteure sind blind gegenüber den negativen Effekten des deutschen Markenrechts.